Russlands neuer Spionagekrieg - Rezension - Rezensionsexemplar


Titel: Russlands neuer Spionagekrieg - Putins langer Arm in den Westen
Autor: Mark Urban
Seitenanzahl: 384
Preis: 12,99 €
Verlag: Droemer Knaur

Klappentext


„Einen Verräter zu töten ist für den russischen Geheimdienst so alltäglich wie Zähneputzen. Es ist nicht politisch, es ist rein operativ.“ – Anonym
Es ist ein True-Life-Spionage-Roman: Im Frühjahr 2018 werden der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julija in England mit lebensbedrohlichen Vergiftungserscheinungen aufgefunden. Verantwortlich für den Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok auf Sergej Skripal ist der russische Geheimdienst. Zahlreiche Staaten weltweit weisen daraufhin über 140 russische Diplomaten aus, Handelssanktionen werden gegen Russland verhängt, die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen erreichen ihren absoluten Tiefpunkt seit dem Kalten Krieg.
Doch das Attentat auf Sergej Skripal ist nur die Spitze des Eisbergs – Teil eines verborgenen Spionage-Kriegs zwischen Ost und West, wie Mark Urban zeigt. Seit Jahrzehnten berichtet er als BBC-Reporter über die Schattenwelt der Spionage, er ist der einzige, dem sich Skripal anvertraut hat. Von 2017 bis zu dem Attentat führte der Autor mit dem ehemaligen Spion zahlreiche Exklusivinterviews. Das Ergebnis: ein packendes Buch, das tief hineinführt in das neue Machtspiel zwischen Russland und dem Westen. Angefangen bei Skripals Leben als Oberst des russischen Geheimdienstes, legt Mark Urban die Motive des Russen offen, sich als Doppelagent für den britischen MI6 zu verdingen, erzählt von seiner Verhaftung und seinem Prozess in Russland und von Srkipals Leben in Salisbury im Süden Englands, wo der Ex-Spion seit einem Agentenaustausch im Jahr 2010 lebt – in ständiger Furcht vor der Rache Putins.
Als erstes Buch enthüllt „Russlands neuer Spionagekrieg“ die Ereignisse, die zu dem versuchten Giftmord an Skripal führten. Umfassend erweitert und überarbeitet, beschreibt Mark Urbans Buch akribisch die Ermittlungen, die schließlich zur Identifikation der Täter führten und stellt dabei den schicksalhaften Tag des Anschlags in einen größeren politischen Kontext.



Meine Meinung

Das Cover hat etwas spannendes und schreckendes zugleich. 
Bei diesem Buch fällt es mir wirklich schwer, die richtigen Worte zu finden. 
Zwischendurch habe ich vergessen, dass es keine fiktive Geschichte ist, sondern wahrheitsgemäße und sachliche Fakten sind, die passiert sind und recherchiert wurden. Ich fand es absolut interessant, aber es ist mir auch nicht leicht gefallen alles sofort zu verstehen. Manchmal musste ich die Sätze mehrmals lesen oder auch ab und zu selber etwas recherchieren. 
Ich fand es toll, dass es ein wenig wie eine Biografie von Sergej Skripal war. Das hat man natürlich als Grundlage für die folgenden Seiten gebraucht. So hat man als Leser einen Überblick über sein Leben bekommen - von der Kindheit bis zum Leben als Erwachsener und Vater. Gleichzeitig hat man auch viel über Geheimdienste und über Russland erfahren, von denen ich vorher nichts wusste. Der Autor hat dennoch einen tollen Schreibstil, es klang alles wirklich gut - auch wenn ich es persönlich nicht leicht hatte. Zudem ist es ein spannendes und aktuelles Thema, was hier angesprochen wird. Man hat als Leser viele Anregungen zum Nachdenken erhalten und ich glaube, dass ich es auch nicht so schnell vergessen werde. Ich muss zu meinem Bedauern erwähnen, dass ich von den Ereignissen mit dem versuchten Giftmord nichts wusste und es mich umso mehr getroffen hat, als ich es gelesen habe. Ich war schockiert. Die Furcht, die er erlebt hat, möchte ich nicht nachempfinden. 


Fazit

Alles in allem ein packender, ernster und spannender Roman bzw. Sachbuch. Keine leichte Lektüre, die man mal so nebenbei liest. Wer sich politisch und historisch schnell begeistern möchte, kann auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.


4/5 ⭐

Danke an Droemer Knaur für dieses interessante Rezensionsexemplar!











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